Wieviel Immobilie kann ich mir leisten?


Monatliche Raten einfach selber berechnen

Mit welchen Kaufnebenkosten beim Immobilienkauf muss ich rechnen?

Beim Kauf einer Immobilie sind neben dem Kaufpreis auch verschiedene Kaufnebenkosten zu beachten. Daher ist es wichtig, sich vorab entsprechend zu informieren und diese Kosten in die Kalkulation für die Finanzierung mit einzuplanen.

Grunderwerbsteuer: Eine der größten Kostenpositionen beim Immobilienkauf in Sachsen ist die Grunderwerbsteuer. Die Grunderwerbsteuer liegt in Deutschland zwischen 3,5 und 6,5 Prozent des Kaufpreises und muss vom Käufer entrichtet werden. Die Höhe der Grunderwerbsteuer in Sachsen beträgt 5,5%.

Notarkosten: Die Notarkosten umfassen unter anderem die Erstellung und Beurkundung des Kaufvertrags. Hierfür fallen in der Regel etwa 1% bis 1,5% des Kaufpreises an. Notarkosten sind einheitlich durch das Gerichts- und Notarkostengesetz geregelt und daher bei jedem Notar gleich. Ein Preisvergleich ist daher bei Notaren nicht notwendig. Weiterführende Informationen zum Notar/Notartermin finden Sie hier.

Maklerprovision: Wird die Immobilie über einen Immobilienmakler vermittelt, so fällt für dessen Dienstleistungen eine Provision an. Die Höhe dieser Provision ist liegt meist zwischen 3 und 5 Prozent des Kaufpreises. Es ist wichtig, sich frühzeitig über die genaue Provisionshöhe zu informieren und diese gegebenenfalls in die Kaufverhandlungen mit einzubeziehen. Im Immobilienangebot muss auf die Provision hingewiesen werden. Diese muss immer inklusive Mehrwertsteuer angegeben werden. Weitere Informationen zur Maklerprovision finden Sie hier.

Grundbuchamt: Kosten entstehen vor allem durch die Grundbuchgebühren und die Kosten für die Eintragung der Auflassungsvormerkung. Die Grundbuchgebühren sind abhängig vom Kaufpreis der Immobilie. Sie werden sowohl für das Aufstellen als auch für das Durchführen des Grundbuchverfahrens berechnet. Die Gebühren staffeln sich in verschiedenen Prozentstufen nach dem Wert des Grundstücks. Je höher der Kaufpreis, desto höher sind somit auch die Grundbuchgebühren. Eine genaue Auflistung der Gebühren kann beim Grundbuchamt erfragt werden.

Es ist wichtig, alle diese Kostenpunkte vorab sorgfältig zu kalkulieren und mit in die Finanzierung der Immobilie einzubeziehen. Eine umfassende Beratung durch einen Finanzexperten sowie eine genaue Prüfung der Kaufverträge und Nebenkostenabrechnungen können helfen, unliebsame Überraschungen zu vermeiden und den Immobilienkauf professionell abzuwickeln.

Wieviel Eigenkapital beim Immobilienkauf ist notwendig?

Die Höhe des Eigenkapitals für einen Immobilienkauf hängt von verschiedenen Faktoren ab. Es ist unbedingt erforderlich zunächst einmal die Gesamtkosten des Immobilienerwerbs realistisch einschätzen. Hierzu gehören neben dem Immobilienkaufpreis auch die o.a. Kaufnebenkosten, sowie eventuelle Renovierungs- oder Sanierungskosten.

Als Faustregel gilt, dass Sie mindestens 15 Prozent des Kaufpreises als Eigenkapital einbringen sollten. Dies ermöglicht es Ihnen, einen Teil der Immobilie über eine Finanzierung zu realisieren und verringert gleichzeitig das Ausfallrisiko für die Bank. Je höher Ihr Eigenkapitalanteil ist, desto besser sind in der Regel auch die Finanzierungskonditionen, die Ihnen von Banken angeboten werden. Das Eigenkapital sollte mindestens die Kaufnebenkosten decken.

Nicht nur die positiven Effekte auf die Finanzierung sprechen für ein ausreichendes Eigenkapital, sondern auch das Thema Sicherheit. Ein solides Eigenkapitalpolster hilft Ihnen dabei, unvorhergesehene Kosten oder finanzielle Engpässe abzufedern und dient somit als finanzieller Rückhalt für den Fall der Fälle. Zusätzlich zu den finanziellen Aspekten sollten Sie auch Ihre individuelle finanzielle Situation und Risikobereitschaft berücksichtigen. Je nachdem, wie stabil und sicher Ihr Einkommen ist und welche weiteren finanziellen Verpflichtungen Sie haben, kann es ratsam sein, eine höhere Eigenkapitalquote anzustreben. In Zeiten niedriger Zinsen ist es dagegen sinnvoll einen höheren Betrag zu finanzieren. In jedem Fall empfiehlt es sich, vor dem Immobilienkauf eine ausführliche Beratung bei einem professionellen Finanzberater oder einer Bank in Anspruch zu nehmen. Gemeinsam können wir Ihre individuelle Situation und Ihre Ziele besprechen und die optimale Höhe des Eigenkapitals für Ihren Immobilienerwerb ermitteln.

Kontaktieren Sie uns gern bei Rückfragen zum Leistbarkeitsrechner

* Pflichtfelder

Weitere Ratgeber Beiträge für den Immobilienkauf

Maklerprovision - Gesetz zur Neuregelung

Die Verteilung der Maklerkosten wurde mit dem Beschluss des Bundestages vom 14.05.2020 neu und einheitlich geregelt. Das Gesetz regelt die Verteilung der Maklerkosten beim Verkauf von Immobilien.

Höhere Grunderwerbsteuer in Sachsen

Die Grunderwerbsteuer ist in Sachsen zuletzt auf 5,5% gestiegen. Die Kaufnebenkosten für den Immobilienkauf haben sich in Sachsen somit nochmal deutlich verteuert, liegen aber noch deutschlandweit im Durchschnitt.

Immobilienfinanzierung - hilfreiche Tipps

Eigenkapital, Zinsen und Zinsbindung, Tilgungssatz, mögliche Förderungen und vieles mehr. Wir geben Ihnen wertvolle Tipps und Hinweise für die richtige Finanzierung zum Kauf Ihrer Traumimmobilie.

Notartermin – Alles unter Dach und Fach

Endlich ist es soweit: Der Notartermin steht an. Damit rückt der erfolgreiche Verkauf Ihrer Immobilie in Leipzig immer näher. Das Treffen beider Vertragsparteien – Verkäufer und Käufer - beim Notar ist wichtig.